Verbraucherzentrale Sachsen: Der digitale Tod

MMR-Aktuell 2014, 363633


In einer Mitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen rät diese, bei Todesfallvorsorge auch an den digitalen Nachlass zu denken, da sich das Leben zunehmend ins Internet verlagert hat. Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) hat unter der Adresse www.machts-gut.de ein Portal zum Thema „Digitaler Tod“ gestartet.

Der Umgang mit dem digitalen Nachlass müsse schriftlich festgehalten werden, z.B. in einem Testament, aber auch gesondert in einer Vorsorgevollmacht, in der man einen Bevollmächtigte für den Umgang mit dem digitalen Nachlass benennt.

Die Verbraucherzentrale stellt anhand von Beispielen mögliche Schwierigkeiten mit dem digitalen Nachlass, wie Online-Shop-Mahnungen für offene Forderungen des Verstorbenen oder die im Online-Konto gespeicherten Daten heraus. Viele Online-Shops, soziale Netzwerke und E-Mail-Provider sehen in ihren AGB unterschiedliche Bestimmungen für den Fall vor, dass ein Kunde stirbt. Manche Anbieter gäben die Nutzerdaten nur gegen Vorlage eines Erbscheins heraus, manche verlangten nur die Sterbeurkunde. Welche Regelungen rechtlich standhalten, sei noch nicht geklärt. Strittig sei auch, ob die Online-Daten eines Verstorbenen überhaupt an die Erben übergehen. Hinzu komme, dass die gesetzlichen Erben nicht immer die Vertrauensposition des Verstorbenen für den Umgang z.B. mit seinen gesamten persönlichen E-Mails und Facebook-Einträgen besitzen.


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