Studie: AGB werden im Internet kaum gelesen

MMR-Aktuell 2014, 363631


Nach Medienberichten hat eine repräsentative Studie der TNS Emnid im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V. (vzbv) ergeben, dass über die Hälfte der Internetnutzer in Deutschland die AGB immer oder meistens völlig ungelesen akzeptieren. Dabei halten nur 12% der Befragten die AGB für unwichtig. Die meisten Nutzer (72%) gaben als Grund die Länge oder Komplexität der AGB an.

53% der Befragten stimmen den Studienergebnissen zufolge bei der Installation einer App oder beim Einkauf immer oder meistens den AGB zu, 27% „immer" oder „fast immer" - ohne sie gelesen zu haben. Gelegentlich werden die Geschäftsbedingungen von 16% der Internetnutzer gelesen. Je jünger die Nutzer seien, umso mehr neigten sie dazu, die AGB zu ignorieren.

Bei der Bezahlung nutzt fast jeder mind. eine Art von bargeldlosem System, die EC-Karte mit eingerechnet. Fast allen (98%) sind dabei Datensicherheit und der Schutz der persönlichen Daten besonders wichtig. 40% sehen hier sehr großen Verbesserungsbedarf. An Zahlungsdienstleistungen von Google oder Apple hätten der Studie zufolge lediglich 23% der Befragten Interesse, die Hälfte der Befragten sogar ganz bestimmt nicht. In der Internetbranche gilt Apples neuer Bezahldienst, der bislang nur in den USA angeboten wird, dagegen als Hoffnungsträger für das mobile Bezahlen.


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