Gematik: Evaluation der elektronischen Gesundheitskarte

ZD-Aktuell 2014, 04329


Die für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) verantwortliche Projektgesellschaft Gematik hat der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg den Zuschlag für die Evaluation des größten Vernetzungsprojekts des deutschen Gesundheitswesens erteilt.

Nach den Angaben der Gematik wird die Universität im Jahr 2015 die Erprobung der Vernetzung sowie das Zusammenspiel mit der eGK in 1.000 Praxen und zehn Krankenhäusern wissenschaftlich begleiten. Die Auswertungsergebnisse sind wichtige Grundlagen für die weitere und praxisnahe Entwicklung des Projekts.

Die FAU soll Konzepte zur konkreten Umsetzung der definierten Evaluationskriterien sowie für die Auswertung und Durchführung der Evaluation erarbeiten. Anschließend wird sie die notwendigen Daten erheben und ein Gutachten sowie einen Abschlussbericht erstellen. Dann werden die Anwendung des Versicherten-Stammdatenmanagements und die digitale rechtssichere Unterschrift für die Ärzte bundesweit zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sollen weitere Anwendungen wie das Notfall-Datenmanagement, die sichere Kommunikation für Leistungserbringer sowie Arzneimittel/Therapiesicherheit-Datenmanagement folgen. Ziel ist es, die Telematik-Infrastruktur rasch als bundesweite, sichere und sektorübergreifende Plattform für Fachanwendungen zu etablieren, um Mehrwerte vor allem für die Patienten zu schaffen.


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