EU-Kommission: Regelungen gegen sog. In-App-Käufe

MMR-Aktuell 2014, 355987


Die EU-Kommission will Regelungen gegen sog. In-App-Käufe schaffen. Viele Online-Spiele werden als kostenlose Apps angeboten, die dann aber teilweise kostspielige Nachkäufe nach der Installation der App, sog. In-App-Käufe, nach sich ziehen.

Besonders Kinder und Jugendliche laden die als kostenlos angepriesenen Apps herunter, die häufig bei Online-Spielen eingesetzt werden. Die EU-Kommission hat auf einer Konferenz am 27./28.2.2014 mit nationalen Behörden und großen Technologieunternehmen die diesbezüglichen Fragen erörtert. Ziel ist es, für einen größeren Schutz der Verbraucher zu sorgen.

Viviane Reding, die für Justiz zuständige EU-Kommissarin, erklärte: "Die europäische App-Industrie hat enormes Potenzial sowohl für Wachstum und Arbeitsplätze als auch - durch innovative Lösungen - für unser tägliches Leben. Damit der Sektor diesem Anspruch gerecht werden kann, müssen die Verbraucher neuen Produkten vertrauen. Irreführung der Verbraucher ist definitiv nicht das richtige Geschäftsmodell, und sie widerspricht dem Geist der EU-Vorschriften zum Verbraucherschutz. Die EU-Kommission erwartet sehr konkrete Antworten der App-Industrie auf die Anliegen der Bürger und nationaler Verbraucherorganisationen."

Autor: Wolfgang Kuntz

Wolfgang Kuntz ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht in Saarbrücken.


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