BNetzA: Bericht über die Nutzung des Infrastrukturatlas

ZD-Aktuell 2014, 04099


Die BNetzA hat ihren Bericht über die Nutzung des Infrastrukturatlas im Jahr 2013 veröffentlicht. Der Infrastrukturatlas ist ein kartenbasiertes Auskunftssystem, das die BNetzA auf ihrer Internetseite für die Planung und Realisierung von Breitbandausbauprojekten zur Verfügung stellt. Der Bericht zeige, dass es einen großen Bedarf an Informationen aus dem Infrastrukturatlas gibt.

Der Infrastrukturatlas enthält Geodaten über in Deutschland vorhandene Infrastrukturen, die beim Aufbau von Breitbandnetzen und zur Erhöhung von Übertragungskapazitäten bestehender Netze grundsätzlich mitgenutzt werden können, wie z.B. Glasfaserleitungen, Leerrohre, Funkmasten und Richtfunkstrecken. Mit diesen Daten soll eine Grundlage für Synergien beim Breitbandausbau geschaffen werden. Durch die Mitnutzung bereits vorhandener Infrastrukturen können Breitbandausbauprojekte beschleunigt und Kosten gesenkt werden.

Um die Auswirkungen auf den Breitbandausbau näher zu untersuchen, hat die BNetzA Mitte des Jahres 2013 mit einer Befragung der Nutzer begonnen. Die Ergebnisse sowie eine statistische Auswertung der Datenherkunft und Nutzung wurden in den Bericht eingearbeitet und sollen die Diskussion um eine Weiterentwicklung anregen. Auch bei der Kostenreduzierung beim Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen werde das Thema weiter an Bedeutung gewinnen. Der Infrastrukturatlas als Informationsmedium habe eine Vorreiterrolle in Europa und biete dadurch eine sehr gute Grundlage für die Umsetzung der EU-Vorgaben.

Der Infrastrukturatlas kann als kartenbasiertes Auskunftssystem von Unternehmen und Gebietskörperschaften genutzt werden, die nachweislich an einem konkreten Breitbandausbauprojekt beteiligt sind. Er basiert auf über 700 Datenlieferungen von TK-Netzbetreibern, Energieversorgern und Kommunen. Die Datenbasis wird kontinuierlich erweitert.


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