BMI: Leitfaden für elektronische Rechnung vorgestellt

MMR-Aktuell 2014, 359795


Der „Leitfaden Elektronische Rechnung in der öffentlichen Verwaltung - Grundlagen, Umsetzungsempfehlungen, Best Practices" richtet sich nach einer Mitteilung des BMI an Verwaltungen aller föderalen Ebenen. Es handelt sich um ein umfassendes Kompendium zum Einsatz der elektronischen Rechnung im öffentlichen Auftragswesen.

Die eRechnung vereinfacht den Rechnungsaustausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Sie ermöglicht auf Empfängerseite eine durchgängige elektronische Weiterverarbeitung der Rechnungsdaten, die sich unmittelbar in interne Systeme übernehmen und an die zuständigen Ansprechpartner weiterleiten lassen. Dies spart nicht nur Porto- und Druckkosten, sondern trägt auch zur Steigerung der Prozessqualität und zum Abbau von Bürokratie bei.

 

„Der Austausch elektronischer Rechnungen stellt einen wichtigen Bestandteil der elektronischen Kommunikation mit der Verwaltung und damit des E-Governments dar", erläutert Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und zugleich IT-Beauftragte der Bundesregierung, Cornelia Rogall-Grothe, die Herausgeberin des Leitfadens ist. „Die elektronische Rechnungsstellung wird allerdings nur dann nachhaltige Erfolge zeitigen, wenn sich alle Beteiligten auf rechtliche, semantische, organisatorische und technische Standards verständigen. Denn Interoperabilität - also die Schaffung durchgängiger, medienbruchfreier Prozesswelten - ist letztendlich das Ziel aller E-Government-Maßnahmen."

 

Die am 26.5.2014 in Kraft getretene EU-RL über die elektronische Rechnungsstellung verpflichtet überdies nunmehr die Verwaltungen dazu, bei öffentlichen Aufträgen elektronische Rechnungen empfangen und verarbeiten zu können. Der Leitfaden soll eine fundierte Grundlage für die zur Umsetzung der RL notwendigen Maßnahmen bilden. Er enthält neben Empfehlungen zum elektronischen Rechnungsaustausch auch konkrete Fallbeispiele aus aktuellen Pilotprojekten sowie Tipps zur Umsetzung.


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