„Die Würde des Menschen ist unantastbar – außer im Netz?“

Preisverleihung zum DAV-Schülerwettbewerb


Berlin (DAV). Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat am 27. Mai 2016 die Preisträger des DAV-Schülerwettbewerbs 2015/2016 ausgezeichnet. Schülerinnen und Schüler aller Schularten waren deutschlandweit aufgerufen, sich an dem unter dem Motto „Die Würde des Menschen ist unantastbar – außer im Netz?“ stehenden Wettbewerb zu beteiligen. Ziel des DAV ist es, junge Menschen zu einer Reflexion des eigenen Umgangs mit dem Internet anzuhalten und die Auseinandersetzung mit der Menschenwürde in Zeiten des Internets zu fördern. Der Wettbewerb wurde in Kooperation mit dem Deutschen Philologenverband durchgeführt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas.

„Der DAV setzt sich seit jeher für die Wahrung von Grund- und Menschenrechten ein. Das gilt auch für die Menschenwürde im Netz“, so Rechtsanwalt und Notar Ulrich Schellenberg, DAV-Präsident.

Zum 1. Platz beglückwünschte er eine 8. Klasse vom Leonardo-Da-Vinci-Campus in Nauen. Sie stellte in einem Unterrichtsprojekt aus Mitschnitten einer Schülerbefragung und authentischen „Hasskommentaren“ sowie einer Interpretation des bekannten Gedichtes/Zitates von Martin Niemöller eine stimmungsvolle Audiocollage zusammen. Auch der Brandenburger Staatssekretär Thomas Kralinski kam eigens vorbei, um den Gewinnern stellvertretend für sein Bundesland zu gratulieren.

Ein Abiturient aus Bad Mergentheim erreichte den 2.Platz mit seinem Essay „Braucht ein  #Neuland keine Verfassung?“. Den 3. Platz belegten die Schülerinnen und Schüler der AG Medienscouts von einer Fürther Mittelschule, die mit ihrem Film „Toleranz“ begeisterten. Einen Sonderpreis für besonderes schulisches Engagement erhielten die Schülerinnen und Schüler der 9.Klasse einer Realschule in Zetel. Sie brachten selbst gebastelte Riesenhandys mit, die sie in ihrem Jugendzentrum vor Ort ausstellten, um auf das Thema Cybermobbing aufmerksam zu machen.

Heiko Maas, der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, überreichte den Gewinnern persönlich ihre Urkunden. „Wir alle können etwas gegen Hass und Hetze im Netz tun. Wir brauchen Menschen, die sich den Tätern entgegenstellen. Ihr Schüler habt das gemacht, indem Ihr Euch an dem Wettbewerb beteiligt habt“, so Maas. Die Folgen von Hass und Hetze seien oft fatal. Es würden mehr Fälle, in denen Jugendliche durch digitales Mobbing in den Tod getrieben werden. „Es geht um die Art, wie wir miteinander reden und streiten“, so der Bundesminister. Er dankt dem DAV, dass er sich dem Thema gewidmet hat.

Bis zum Einsendeschluss Anfang April hatte eine überwältigende Anzahl von Einsendungen unser Haus erreicht. „Wir haben mit unserer Frage offensichtlich einen Nerv getroffen“, so Schellenberg.


IT-Anwaltsuche