Neues Gesetz: Vorsicht beim Online-Shopping

Berlin (DAV). Am 13. Juni 2014 tritt eine neue europäische Verbraucherrechte-Richtlinie in Kraft. Versandhändler können ihren Kunden künftig immer die Kosten für Rücksendungen auferlegen. Für einen wirksamen Widerruf reicht es zudem künftig nicht mehr aus, die Ware einfach zurückzuschicken, informiert die Deutsche Anwaltauskunft.


Wer im Internet einkauft, kann sich bisher auf einen komfortablen Service verlassen: Ab einem Einkaufswert von 40 Euro sind Versandhändler verpflichtet, die Kosten für eine Rücksendung zu übernehmen. Diese Regelung fällt mit der Umsetzung der EU-Verbraucherrechte-Richtlinie in nationales Recht weg. Ab dem 13. Juni 2014 müssen Händler die Retour-Kosten für Rücksendungen auch dann nicht mehr übernehmen, wenn der Wert der Bestellung über 40 Euro liegt.

Eine weitere wichtige Änderung betrifft das Widerrufsrecht, also das Rückgängigmachen des Kaufs. Bisher konnten Kunden die Ware dafür einfach kommentarlos zurückzuschicken. Das reicht künftig nicht mehr aus.

"Der Kunde muss für einen Widerruf künftig eine eindeutige Erklärung abgeben, zum Beispiel per E-Mail, Brief oder Fax", sagt Rechtsanwalt Karsten U. Bartels von der Arbeitsgemeinschaft IT-Recht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Ein Grund für die Rückgabe müsse dabei allerdings nicht genannt werden, so Bartels.

Wer seine Bestellung widerrufen will, muss das wie bisher innerhalb von 14 Tagen tun. Der Verkäufer ist allerdings verpflichtet, den Kaufpreis schneller zurückzuerstatten. Statt 30 hat er nur noch 14 Tage Zeit. "Der Unternehmer muss das Geld für die Ware aber erst erstatten, wenn er sie zurückerhalten oder der Kunde nachgewiesen hat, dass er die Ware abgesandt hat", so Bartels weiter.

Wie bisher ist auch nach der Umsetzung der neuen EU-Richtlinie bei bestimmten Waren der Widerruf ausgeschlossen - zum Beispiel bei schnell verderblichen Lebensmitteln oder bei maßangefertigten Produkten.

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