Kein Schutz der Gestaltung einer Bildschirmmaske

Einsender/in: Dr. Thomas Lapp | Instanz: OLG Karlsruhe (Berufung) Thema / Normen: Gestaltung einer Bildschirmmaske, Urheberrecht, wettbewerbliche Eigenart.


Einsender/in:

Dr. Thomas Lapp

Instanz:

OLG Karlsruhe (Berufung)

Thema / Normen:

Gestaltung einer Bildschirmmaske, Urheberrecht, wettbewerbliche Eigenart.

Fundstelle:

GRUR-RR 2010, 234-238 (Leitsatz und Gründe)

Kommentar / Leitsatz:

1. Die Gestaltung einer Bildschirmmaske ist nicht nach § 69a UrhG als Computerprogramm geschützt.

2. Eine Bildschirmmaske kann nach § 2 Abs. 1 Nr. 7 UrhG Schutz genießen, wenn ihre graphische Gestaltung im Vordergrund steht.

3. Auch bei Vorliegen wettbewerblicher Eigenart einer Bildschirmmaske scheidet ein Anspruch nach § 4 Nr. 9a UWG aus, wenn sowohl die klägerische Maske als auch die angegriffene, ähnliche Maske nicht isoliert vertrieben werden, sondern Bestandteil einer umfassenden Software sind, deren unterschiedliche Bezeichnung eine Herkunftstäuschung ausschließt. Für die Frage der Eignung zur Herkunftstäuschung kommt es dabei auf die Verkehrskreise an, die über die Beschaffung der Software entscheiden.


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